15.157 Hunde zählte eine russische Statistik von 1856 in der Region Jakutsk, alle im Einsatz am Schlitten. Für die Menschen im hohen Norden waren sie Zugtiere, Jagdhelfer, Wächter und Hirten von Rentieren zugleich. Aus diesen Arbeitshunden ist die Jakutische Laika hervorgegangen.
| FCI | Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 1 Nordische Schlittenhunde, Standard Nr. 365, mit Arbeitsprüfung, vorläufig anerkannt |
|---|---|
| Ursprungsland | Russland |
| Größe (Widerrist) | Rüden 55 bis 59 cm, Hündinnen 53 bis 57 cm |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | dick, glänzend, gerade und harsch, mittellang, mit sehr dichter, dicker Unterwolle; Mähne am Hals, Befederung an den Läufen, buschige Rute |
| Farben laut Standard | Weiß und alle Scheckungen, zwei- oder dreifarbig; jede andere einheitliche Farbe als Weiß disqualifiziert |
Achttausend Jahre am Schlitten
Laut Standard belegen archäologische Funde, dass die Menschen im Nordosten Russlands schon vor 8000 Jahren Hunde zur Jagd und vor dem Schlitten nutzten. Schriftlich tauchen die jakutischen Hunde 1692 in einem Buch des Niederländers Nicolaes Witsen auf, im Kapitel darüber, wie die Jakuten im Winter reisen. Eine erste Beschreibung als eigene Rasse folgte 1843. Der erste Standard für den nordöstlichen Schlittenhund erschien 1958, der russische Kynologenverband legte 2005 den heutigen vor.
Blaue, braune oder zweierlei Augen
Mittelgroß, stark, kompakt und gut bemuskelt, dabei etwas länger als hoch: So steht sie im Standard. Die Augen dürfen dunkelbraun, blau oder verschiedenfarbig sein, auch blaue Segmente in einer braunen Iris sind erlaubt. Die Ohren sind Steh- oder Kippohren, die Rute liegt als Halbkreis auf dem Rücken. Rüden wirken deutlich kräftiger als Hündinnen.
Furchtlos und dem Menschen zugewandt
Furchtlos, lebhaft, folgsam, umgänglich und energisch, mit klarer Hinwendung zum Menschen: Das Wesen klingt nach einem Hund, der mit dir arbeiten will. Jagdtrieb bringt sie aus ihrer Geschichte trotzdem mit, Katzen und Wild behältst du deshalb im Auge.
Vorläufig anerkannt, mit Arbeitsprüfung
Die FCI hat sie am 04.09.2019 provisorisch aufgenommen. Bis zur endgültigen Anerkennung vergibt sie an diese Rasse kein CACIB, Welt- und Sektionssiegertitel sind dagegen möglich, und die Ahnentafeln tragen das FCI-Logo. Außerdem schreibt die Nomenklatur der FCI für sie eine Arbeitsprüfung vor.
Trab und Galopp gehören zum Alltag
Rassetypisch sind laut Standard flotter Trab und Galopp. Ein bisschen Gassi reicht ihr nicht: Plane täglich lange, zügige Strecken und gib ihr Arbeit, etwa Canicross, Bikejöring, Zughundesport oder lange Wanderungen. Bei Hitze verlegst du das Training in die kühlen Stunden, denn ihr Fell ist für arktische Winter gemacht.
Unterwolle in großen Mengen
Die sehr dichte Unterwolle fällt im Fellwechsel reichlich aus. Dann hilft tägliches Bürsten mit einem Unterwollkamm, außerhalb davon reicht einmal pro Woche. Scheren solltest du sie nicht, das Deckhaar gehört zu ihrem Schutz vor Wetter.
Gesundheit: Daten fehlen
In der großen britischen Auswertung zur Lebenserwartung fehlt die Rasse (McMillan et al. 2024), und eine Suche in Europe PMC lieferte nur Verhaltensstudien, keine Daten zu Krankheiten oder Lebensdauer. Wir nennen deshalb keine Zahlen. Frag bei der Zuchtstätte nach Untersuchungen von Hüften und Augen der Elterntiere.
Wer zu ihr passt
Sie passt zu sportlichen Menschen und Familien, die viel draußen sind, Lust auf Zughundesport haben und Fellpflege gelassen sehen. Schwer wird es mit ihr in einer kleinen Stadtwohnung ohne Zeit für Auslauf oder bei Menschen, die Haare im Haus nicht ertragen. Wer verwandte Rassen vergleichen möchte, schaut sich Samojede und Siberian Husky an.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 365 Yakutskaya Laika (Jakutische Laika) (fci.be, deutsche Fassung vom 23.06.2020, englische Fassung vom 26.09.2019, gültiger Standard publiziert 04.09.2019); FCI-Rassenseite Nr. 365 und FCI-Seite zu provisorisch anerkannten Rassen; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse nicht enthalten).
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