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Australian Terrier

Australian Terrier als Wandbild im Stil Kohle-Sketch, Raum: blaues Arbeitszimmer

Rund zehn Pfund wogen die stichelhaarigen Terrier, die freie Siedler im frühen 19. Jahrhundert um Campbelltown und Ross auf Tasmanien hielten. Sie waren blau mit lohfarbenen Abzeichen und für ihren Mut als Wachhunde bekannt. Aus diesem Typ entstand laut FCI-Standard der Australian Terrier, die erste in Australien entwickelte Rasse.

FCI Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 Niederläufige Terrier, Standard Nr. 8, ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Australien
Größe (Widerrist) erwünscht annähernd 25 cm, Hündinnen etwas weniger
Gewicht erwünscht bei Rüden annähernd 6,5 kg, Hündinnen etwas weniger
Lebenserwartung keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V)
Fell harsches, glattes, dichtes Deckhaar von etwa 6 cm mit kurzer, weicher Unterwolle; deutliche Krause um den Hals; ungetrimmt
Farben laut Standard Blau, Stahlblau oder Dunkelgraublau mit sattem Loh; oder klar Sandfarben oder Rot; Schopf heller zulässig; weiße Abzeichen an Brust und Pfoten fehlerhaft

Siedlerhund aus Tasmanien

Der Standard nennt ihn einen der kleinsten arbeitenden Terrier, gezüchtet als Helfer in schwierigen Zeiten und unwegsamem Gelände. Er und der Australian Silky Terrier gehen auf denselben stichelhaarigen Terrier aus Tasmanien, New South Wales und Victoria zurück. In diesem Typ vermutet man Skye Terrier, Scottish Terrier und Dandie Dinmont, zeitweise kam der Yorkshire Terrier dazu. Verwandt sind auch der Skye Terrier und der Dandie Dinmont Terrier.

Arbeiter mit ruhigem Kern

Ursprünglich ein Arbeitsterrier, eigne er sich dank Treue und ausgeglichenem Wesen ebenso als Begleithund, schreibt der Standard. Er soll aufgeweckt und aktiv sein, mit ausgeprägtem Terriercharakter. Im Alltag ist er ein selbstbewusster kleiner Hund, der Mäuselöcher untersucht und Fremde meldet, ohne ständig Unruhe zu stiften.

Krause statt Schere

Das Haarkleid wird laut Standard ungetrimmt gezeigt: harsches Deckhaar von etwa 6 cm mit weicher Unterwolle und einer Krause, die vom Hals bis zum Brustbein reicht. Fang, untere Läufe und Pfoten sollen frei von langem Haar sein. Wöchentliches Bürsten und gelegentliches Auszupfen loser Haare genügen meist, Scheren würde die harsche Struktur zerstören. Die Rute beschreibt der Standard als traditionell kupiert, lässt aber auch die lange zu, die in Deutschland ohnehin dranbleibt, weil das Kupieren hier grundsätzlich verboten ist.

Diabetes im Blick behalten

Für die Lebensdauer liefert die große britische Studie von McMillan und Kollegen keine Zahl, die Rasse war dort zu selten vertreten. Gut untersucht ist dagegen die Zuckerkrankheit. In den USA erkrankt der Australian Terrier laut Mui und Kollegen 32-mal häufiger an Diabetes als Mischlinge; in deren Kohorte waren 86 von 469 Hunden mit bekanntem Befund betroffen. Auch in norwegischen Labordaten gehörte er zu den Rassen mit dem höchsten Risiko (Ringstad et al. 2022). Starker Durst, viel Urin und Gewichtsverlust gehören deshalb früh zum Tierarzt. Im Schweizer Krebsregister fiel er bei gutartigen Melanozytomen auf: 367 Fälle je 100.000 Hundejahre gegenüber 15 im Schnitt aller Rassen (Dhein et al. 2024).

Wer mit ihm glücklich wird

Menschen, die einen kleinen, robusten Begleiter mit eigenem Kopf suchen, gern spazieren gehen und eher wenig Fellpflege wollen. Mit Kindern, die ihn respektvoll behandeln, ist er ein munterer Familienhund.

Wann eine andere Rasse klüger ist

Wenn Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster frei im Haus leben, wenn ein Hund jederzeit ohne Leine abrufbar sein soll oder wenn niemand bei auffälligem Trinkverhalten zeitnah Blut und Urin untersuchen lassen kann.

Australian Terrier als Wandbild im Stil Kohle-Sketch, Raum: blaues Arbeitszimmer

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 8 Australian Terrier (fci.be, deutsche Fassung vom 05.09.2013; englische Originalfassung vom 05.12.2012, publiziert 08.10.2012); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024; Mui ML et al., Heritability and complex segregation analysis of naturally-occurring diabetes in Australian Terrier Dogs, PLoS One 2020; Ringstad NK et al., Breed distributions for diabetes mellitus and hypothyroidism in Norwegian dogs, Canine Medicine and Genetics 2022; Dhein ES et al., Incidence rates of the most common canine tumors based on data from the Swiss Canine Cancer Registry (2008 to 2020), PLoS One 2024.

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Das Print My Pet Team

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