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Australian Mist

Australian Mist mit goldbraun getupftem, fein getickt schimmerndem Fell und grünen Augen

Abends liegt sie zwischen den Kindern auf dem Sofa und lässt sich geduldig streicheln. Die Australian Mist wurde genau dafür gezüchtet: als Katze, die Menschen mag und in der Wohnung zufrieden ist. Ihr Fell sieht aus wie mit feinem Nebel überzogen.

Anerkennung TICA und WCF (EMS-Code AUM), außerdem GCCF; von der FIFe nicht anerkannt
Ursprungsland Australien
Gewicht etwa 4 bis 7 kg (Angabe GCCF); in den Verbandsstandards nicht als Grenze festgelegt
Fell kurz bis mittellang, dicht und elastisch, mit etwas Unterwolle und Glanz
Farben laut Standard GCCF: Brown, Blue, Chocolate, Lilac, Gold, Peach und Caramel, jeweils getupft (spotted) oder marmoriert (marbled), immer mit Ticking; Augen grün
Aktivität als Kitten lebhaft, erwachsen eher ruhig

Herkunft

Die Rasse geht auf Dr. Truda Straede zurück, die sie ab Mitte der 1970er Jahre in Australien über rund 30 Jahre entwickelte. Grundlage waren etwa 30 Gründertiere, vor allem Burma und Abessinier, dazu einige Hauskatzen. Zunächst hieß sie Spotted Mist; als 1998 auch die marmorierte Zeichnung anerkannt wurde, kam der heutige Name. Nach Großbritannien kam die Rasse 2007, die vorläufige Anerkennung beim britischen Verband GCCF folgte 2011. So beschreibt es der GCCF in seinem Rasseporträt und in seiner Zuchtrichtlinie.

Wesen

In der Zuchtrichtlinie des GCCF steht der Anspruch ganz offen: Die Australian Mist sollte die perfekte Begleitkatze werden. Der Verband beschreibt sie als sanft, anhänglich und gern in Gesellschaft von Menschen; sie passt laut GCCF zu Familien ebenso wie zu älteren Menschen und Menschen mit Behinderung. Kitten sind lebhaft und neugierig, erwachsene Tiere werden ruhiger. Sie lassen sich gern anfassen und sind tolerant gegenüber Kindern, anderen Katzen und Hunden.

Haltung und Beschäftigung

Der GCCF schreibt, dass die Australian Mist gern in der Wohnung lebt, aber Gesellschaft braucht, von Menschen oder anderen Katzen. Wenn du tagsüber lange weg bist, plane deshalb eine Zweitkatze ein. Ein Kratzbaum, ein paar erhöhte Liegeplätze und kurze Spielrunden reichen ihr meist. Achte darauf, dass sie sich bewegt: Der Verband erwähnt, dass sie gern frisst und zunehmen kann. Futterspielzeug, das sie sich erarbeiten muss, hilft doppelt.

Pflege

Das kurze, seidige Fell braucht laut GCCF wenig Pflege. Mit der Hand oder einem Gummistriegel einmal die Woche über das Fell zu gehen, genügt meist. Wiege deine Katze ab und zu und miss die Futterportionen ab, statt nach Gefühl nachzufüllen. Der GCCF rät außerdem, regelmäßig das Gebiss kontrollieren zu lassen.

Gesundheit

Weil Burma und Abessinier im Stammbaum stehen, sind Gentests Pflicht. Für Zuchtkatzen schreibt der GCCF den Test auf Pyruvatkinase-Defizienz vor, eine Enzymstörung der roten Blutkörperchen, die zu Blutarmut führen kann; auch das Genlabor der University of California, Davis, führt die Australian Mist unter den Rassen, für die der Test sinnvoll ist. Wegen der Abessinier-Anteile wird auf die Netzhauterkrankung PRA getestet. Aus der Burma-Linie stammen die hypokaliämische Polymyopathie, eine Muskelschwäche durch Kaliummangel, und der Burmese Head Defect, eine schwere Schädelfehlbildung; der GCCF empfiehlt, auch darauf zu achten. Da in der Rasse die Blutgruppen A und B vorkommen, sollten Züchter außerdem die Blutgruppen bestimmen, um die Neugeborenen-Isoerythrolyse zu vermeiden, eine Unverträglichkeit zwischen Muttermilch und Kitten.

Für wen passt die Australian Mist?

Für Familien mit Kindern, ältere Menschen und Wohnungshalter, die eine sanfte, verschmuste Katze suchen. Auch Einsteiger kommen gut mit ihr zurecht.

Für wen eher nicht?

Für Menschen, die viele Stunden außer Haus sind und keine Zweitkatze möchten. Wer eine sehr unabhängige Freigängerin sucht, ist mit einer anderen Rasse glücklicher.

Wie alt deine Katze in Menschenjahren ist, zeigt dir der Katzenalter-Rechner. Ob eine Australian Mist wirklich zu deinem Alltag passt, prüfst du im Katzen-Test, und alle Rassen im Vergleich findest du in der Katzenrassen-Übersicht. Namensideen gibt es bei den Katzennamen. Und wenn du deine Katze an der Wand haben möchtest: Katzenportraits vom eigenen Foto.

Häufige Fragen

Wie groß wird eine Australian Mist? Der britische Verband GCCF nennt für erwachsene Tiere etwa 4 bis 7 kg bei mittelgroßem bis großem, kräftigem Körperbau.

Kann man eine Australian Mist in der Wohnung halten? Ja. Laut GCCF lebt sie gern drinnen, braucht aber Gesellschaft von Menschen oder einer anderen Katze.

Welche Gentests braucht eine Australian Mist? Wichtig sind Tests auf Pyruvatkinase-Defizienz und PRA. Wegen der Burma-Abstammung sind auch Hypokaliämie und der Burmese Head Defect ein Thema, dazu die Blutgruppe der Elterntiere.

Ist die Australian Mist kinderfreundlich? Ja, der GCCF beschreibt sie als tolerant gegenüber Kindern, anderen Katzen und Hunden.

Weiterlesen

Quellen, abgerufen am 05.11.2026: GCCF: Australian Mist, Rasseporträt; GCCF: Australian Mist Breeding Policy; WCF: Liste der Rassen und EMS-Codes mit Anerkennung durch WCF, TICA, FIFe und weitere Verbände, Stand 01.11.2026; UC Davis Veterinary Genetics Laboratory: Erythrocyte Pyruvate Kinase Deficiency (PK Deficiency); Wikipedia (ergänzend): Australian Mist.

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