Gelb: mit Vorsicht
Ein kleiner Happen schadet nicht, auf den Speiseplan gehört Thunfisch nicht. Er ist nicht giftig wie Zwiebeln oder Schokolade, das Problem ist Quecksilber.

Warum die Ampel auf Gelb steht
Hier widersprechen sich die Quellen, sogar innerhalb einer Organisation. In seiner Übersicht zu Lebensmitteln schreibt der American Kennel Club, Hunde dürften Thunfisch in kleinen Mengen essen, gegart oder aus der Dose in Wasser. In seinem eigenen Thunfisch-Artikel lautet die Antwort dagegen Nein, wegen des hohen Quecksilbergehalts. Das MSD Veterinary Manual erklärt den Hintergrund: Raubfische an der Spitze der Nahrungskette reichern Quecksilber stark an, und Fischprodukte haben bei Katzen schon zu chronischen Vergiftungen geführt. Unser Weg zwischen beiden Aussagen: selten, wenig, nie roh.
Worauf du achten solltest
- Nicht regelmäßig: Quecksilber sammelt sich an. Ein Happen ist etwas anderes als jede Woche eine Dose.
- Nicht roh: Rohen Fisch rät der AKC grundsätzlich ab, wegen Parasiten und Keimen.
- Nur in Wasser: Thunfisch in Öl, mit Gewürzen oder Salz ist keine gute Wahl.
- Katzenfutter: Frisst dein Hund gern aus dem Napf der Katze, prüfe, ob dort Thunfisch drin ist.
Was tun, wenn er Thunfisch gefressen hat?
Hat dein Hund einen Bissen vom Teller stibitzt, musst du dir laut AKC keine Sorgen machen. Eine kleine Menge macht keine Quecksilbervergiftung. Frisst er öfter Thunfisch und zeigt Zittern, Koordinationsprobleme, Sehstörungen, Erbrechen mit Blut oder blutigen Durchfall, bring ihn zur Tierarztpraxis und erzähl, wie oft er Thunfisch bekommen hat.
Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort zur Tierärztin oder zum Tierarzt oder zum tierärztlichen Notdienst.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: American Kennel Club, Can Dogs Eat Tuna? und Human Foods Dogs Can and Can’t Eat (Tuna, Fish); MSD Veterinary Manual, Mercury Toxicosis in Animals.
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