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Australian Stumpy Tail Cattle Dog

Australian Stumpy Tail Cattle Dog als Wandbild im Stil Ölgemälde, Raum: hellgrüne Küche

Höchstens zehn Zentimeter lang darf die Rute sein, und zwar von Natur aus: Der FCI-Standard verlangt beim Stumpy Tail eine unkupierte Stummelrute und wertet eine kupierte als disqualifizierenden Fehler. Hinter dem kurzen Ende steckt ein harter, ausdauernder Viehtreiber aus dem australischen Hinterland.

FCI Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde), Sektion 2 Treibhunde, Standard Nr. 351, ohne Arbeitsprüfung, von der FCI vorläufig anerkannt
Ursprungsland Australien
Größe (Widerrist) Rüden 46 bis 51 cm, Hündinnen 43 bis 48 cm
Gewicht im FCI-Standard nicht festgelegt
Lebenserwartung keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V)
Fell Deckhaar mäßig kurz, gerade, dicht, mittelharsch; Unterwolle kurz und weich; leichte Halskrause
Farben laut Standard Blau (einfarbig oder getüpfelt, schwarze Abzeichen zulässig) oder rot gesprenkelt (auch die Unterwolle); Lohabzeichen disqualifizieren

Smithfields, Dingos und ein Merle-Collie

Laut Standard wurde er im frühen 19. Jahrhundert gezielt zum Treiben von Rindern gezüchtet. Eine Überlieferung nennt Thomas Simpson Hall, der um 1830 nordenglische Hütehunde, die Smithfields, mit Dingos kreuzte. Nach einer anderen paarte ein Viehtreiber namens Timmins eine Smithfield-Hündin mit einem Dingo. Die roten Nachkommen mit Stummelrute, die Timmins Biters, gingen zu grob mit dem Vieh um, erst ein glatthaariger Blue-Merle-Collie brachte den Allrounder. Den heutigen Namen trägt die Rasse seit 2001.

Vorläufig anerkannt: was das heißt

Die FCI hat die Rasse am 06.07.2005 provisorisch anerkannt, und dabei ist es geblieben. Solche Rassen dürfen laut FCI bis zur endgültigen Anerkennung kein CACIB erhalten, also keine Anwartschaft auf den internationalen Schönheitschampion. Welt- und Sektionssieger können sie trotzdem werden, und ihre Ahnentafeln tragen das FCI-Logo.

Verwandt mit dem Cattle Dog, aber nicht derselbe

Der Australian Cattle Dog hat laut seinem eigenen Standard ebenfalls Dingos und blau-schimmel Kurzhaarcollies unter den Vorfahren. Der Stumpy ist quadratischer gebaut, trägt nie Lohabzeichen und kommt ohne lange Rute zur Welt.

Treu zu den eigenen Leuten, skeptisch bei Fremden

Treu, mutig und anhänglich, aufmerksam, wachsam und gehorsam, dabei misstrauisch gegenüber Fremden: So beschreibt ihn der Standard. Ruhige, frühe Begegnungen mit Menschen und Hunden helfen ihm, gelassen zu bleiben. Der Name Timmins Biters erinnert daran, dass Treibhunde auch mit den Zähnen arbeiten: Zwicken in Waden sollte schon dein Welpe nicht als Spiel lernen.

Arbeit für Kopf und Beine, wenig Aufwand beim Fell

Gezüchtet für lange, harte Arbeitstage, braucht er Hütetraining, Treibball, Fährte oder Unterordnung, dazu Strecke beim Wandern. Das kurze, dichte Fell ist dagegen mit wöchentlichem Bürsten versorgt.

Taubheit ist das große Gesundheitsthema

Eine australische Studie prüfte 315 Stumpy Tails mit dem BAER-Hörtest: 56 Hunde (17,8 Prozent) waren taub, 17 davon auf beiden Ohren. Vererbt wird die Taubheit rezessiv, und rote Hunde waren 1,8-mal so häufig betroffen wie blaue (Sommerlad et al. 2010). Als Ursache kommt eine Variante im Gen KLF7 in Frage (Xu et al. 2021). Frag beim Züchter nach dem BAER-Befund von Welpe und Eltern. Eine belastbare Studie zur Lebenserwartung haben wir nicht gefunden.

Wer mit einem Stumpy glücklich wird

Er passt zu Menschen mit Erfahrung mit Treib- oder Hütehunden, viel Zeit draußen und Lust auf gemeinsame Arbeit, am besten mit Vieh oder Hundesport. Weniger passt er zu ständig wechselndem Besuch, in die Stadtwohnung oder zu kleinen Kindern, die er zusammentreiben möchte. Und wer einen Welpen sucht, braucht Geduld: Schon der Standard erwähnt, wie wenige dieser Hunde je in einem Zuchtbuch erfasst wurden.

Australian Stumpy Tail Cattle Dog als Wandbild im Stil Ölgemälde, Raum: hellgrüne Küche

Ob dieser Arbeitshund zu dir passt, zeigt der Rasse-Test, gründlicher geht es im Buch „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Für den Start mit Welpe gibt es das kostenlose Welpen-Startpaket. Deinen Stumpy holst du dir als Hundeportrait vom eigenen Foto an die Wand oder als Magazin-Cover auf Leinwand.

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 351 Australian Stumpy Tail Cattle Dog (fci.be, deutsche Fassung vom 29.09.2005); FCI-Rassenseite Nr. 351 und FCI-Seite zu provisorisch anerkannten Rassen (fci.be); FCI-Standard Nr. 287 Australian Cattle Dog (fci.be, deutsche Fassung vom 05.09.2013); Sommerlad S et al., Congenital sensorineural deafness in Australian stumpy-tail cattle dogs is an autosomal recessive trait that maps to CFA10, PLoS One 2010; Xu F et al., A missense mutation in the KLF7 gene is a potential candidate variant for congenital deafness in Australian Stumpy Tail Cattle Dogs, Genes 2021.

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Das Print My Pet Team

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