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Russischer Schwarzer Terrier

Russischer Schwarzer Terrier als Wandbild im Stil Ölgemälde, Raum: salbeifarbenes Arbeitszimmer

Terrier ist er vor allem dem Namen nach. Laut FCI-Standard entstand der Russische Schwarze Terrier ab etwa 1940 unter Aufsicht einer kynologischen Militärschule bei Moskau. Ziel war ein großer, freundlicher und folgsamer Arbeitshund, der jedes Klima verträgt.

FCI Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Sektion 1.4 Tchiorny Terrier, Standard Nr. 327, ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Russland
Größe (Widerrist) Rüden 72 bis 76 cm (nicht unter 70, nicht über 78 cm), Hündinnen 68 bis 72 cm (nicht unter 66, nicht über 74 cm)
Gewicht Rüden 50 bis 60 kg, Hündinnen 45 bis 50 kg
Lebenserwartung Median 10,9 Jahre in einer britischen Auswertung von 584.734 Hunden (McMillan et al. 2024)
Fell raues, dichtes Doppelhaar: harsches, leicht welliges Deckhaar, weiche dichte Unterwolle; ungetrimmt etwa 5 bis 15 cm
Farben laut Standard Schwarz, auch Schwarz mit eingestreutem Grau auf höchstens einem Drittel des Körpers; keine weißen Flecken

Gezüchtet im Zwinger Roter Stern

Die Hunde lebten laut Standard im Zwinger „Red Star“. Als Hauptvorfahr gilt der Riesenschnauzer, beteiligt waren auch Rottweiler, Airedale Terrier und Neufundländer.

Gelassen, bis es darauf ankommt

Würdevoll und selbstsicher: Erfordert es die Lage, geht er laut Standard sofort in die Verteidigung und beruhigt sich schnell wieder, wenn die Gefahr vorbei ist. Zugleich nennt ihn der Standard liebenswürdig, schlau und leicht trainierbar. Er braucht früh viele Kontakte zu Menschen, Hunden und Alltagsreizen und eine ruhige, klare Erziehung.

Ausdauer will genutzt werden

Der Standard verlangt große Ausdauer und einen energischen Trab mit langem Tritt. Lange Runden, Unterordnung, Fährte oder Mantrailing lasten ihn aus.

Bart, Brauen und viel Fell

Das Doppelhaar macht Arbeit. Der Standard verlangt korrektes Bürsten und ein Trimmen, das nie übermäßig dekorativ wirkt. Plane mehrmals pro Woche Bürsten ein und alle paar Wochen Schere oder Hundefriseur; der Bart sammelt Wasser und Futterreste. Im Ursprungsland wird die Rute traditionell kupiert, der Standard bewertet eine natürliche Rute aber genauso.

Harnsteine, Tumoren, Nerven

Mit einem Median von 10,9 Jahren lebten die 163 Hunde der Rasse in der Auswertung von McMillan und Kollegen etwas kürzer als Mischlinge mit 12,0 Jahren. Ein Erbthema ist die Hyperurikosurie, bei der zu viel Harnsäure im Urin Uratsteine begünstigt: Bei 101 getesteten Hunden schätzten die Autoren rund 27 Prozent der Rasse als betroffen, ein Gentest hilft bei der Zuchtwahl (Karmi et al. 2010). Im Schweizer Krebsregister kamen auf 100.000 Hundejahre 2.679 Tumoren, gutartige eingeschlossen, bei Mischlingen 581; beim Melanom hatte die Rasse mit 345 die höchste Rate, der Schnitt lag bei 24 (Dhein et al. 2024). Dazu kommt eine rezessiv vererbte Nervenkrankheit junger Hunde mit Kehlkopflähmung und Augenveränderungen, ausgelöst durch eine Mutation im Gen RAB3GAP1 (Mhlanga-Mutangadura et al. 2016).

Für wen er passt

Für erfahrene Hundemenschen mit Platz, Zeit und Lust auf gemeinsame Arbeit, die einen großen Begleiter mit Schutztrieb sicher führen und Fellpflege nicht scheuen. Frag beim Züchter nach den Gentests beider Eltern.

Für wen eher nicht

Für Menschen, die einen pflegeleichten Hund wollen, für kleine Wohnungen ohne Auslauf und für alle, die einen wachsamen Hund von 50 Kilo nicht sicher an der Leine halten können.

Russischer Schwarzer Terrier als Wandbild im Stil Ölgemälde, Raum: salbeifarbenes Arbeitszimmer

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 327 Russkiy Tchiorny Terrier (fci.be, deutsche Fassung vom 24.01.2012); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024; Karmi N et al., Validation of a urine test and characterization of the putative genetic mutation for hyperuricosuria in Bulldogs and Black Russian Terriers, American Journal of Veterinary Research 2010; Dhein ES et al., Incidence rates of the most common canine tumors based on data from the Swiss Canine Cancer Registry (2008 to 2020), PLoS One 2024; Mhlanga-Mutangadura T et al., A mutation in the Warburg syndrome gene, RAB3GAP1, causes a similar syndrome with polyneuropathy and neuronal vacuolation in Black Russian Terrier dogs, Neurobiology of Disease 2016.

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