Φθινοπωρινή προσφορά: 10 % σε όλα τα προϊόντα, αυτόματα στο καλάθι. Προσωπική προεπισκόπηση πριν την εκτύπωση δωρεάν. Δωρεάν αποστολή στη Γερμανία από 49 €. Προσωπική προεπισκόπηση με email · Αρκεί μια φωτογραφία κινητού · Τυπωμένο στη Γερμανία και την Ευρώπη · Το 20 % του κέρδους μας πηγαίνει στην προστασία των ζώων.
10 %Φθινοπωρινή προσφορά: αυτόματα στο καλάθι
Φτιάξε πορτρέτο
EL

Επιλογή γλώσσας

Bayerischer Gebirgsschweißhund

Bayerischer Gebirgsschweißhund als Wandbild im Stil Kohle-Sketch, Raum: altrosafarbenes Schlafzimmer

Ein angeschossenes Stück Wild, ein steiler Hang, eine Fährte von gestern: Für genau diese Lage entstand nach 1870 ein leichterer Schweißhund, weil sich der Hannoveraner im Gebirge als zu schwer erwies. Der Bayerische Gebirgsschweißhund arbeitet bis heute dort, wo nach dem Schuss gesucht werden muss.

FCI Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 2 Schweißhunde, Standard Nr. 217, mit Arbeitsprüfung
Ursprungsland Deutschland
Größe (Widerrist) Rüden 47 bis 52 cm, Hündinnen 44 bis 48 cm, keine Toleranz
Gewicht ideal Rüden 20 bis 30 kg, Hündinnen 17 bis 25 kg
Lebenserwartung keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V)
Fell dicht, glatt anliegend, mäßig rau, wenig Glanz; an Bauch, Läufen und Rute rauer und länger
Farben laut Standard tiefrot, hirschrot, rotbraun, rotgelb, fahlgelb bis semmelfarben, rotgrau, auch geflammt oder dunkel gestichelt; Fang und Behang dunkel; kleiner heller Brustfleck zulässig

Vom Hannoveraner zum Bergspezialisten

Laut Standard stammen alle Leit- und Schweißhunde von den Bracken ab; Ende des 18. Jahrhunderts entstand daraus der Hannoversche Schweißhund. Nach 1848 änderte sich die Jagd, Pirsch und Ansitz verlangten den Hund nach dem Schuss. In den Bergrevieren war der Hannoveraner zu schwer, also kreuzte Baron Karg-Bebenburg ihn mit roten Gebirgsbracken. 1912 wurde der Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde gegründet, laut Standard der einzige anerkannte Zuchtverein für die Rasse in Deutschland.

Ruhig im Haus, unerschrocken am Riemen

Ruhig und ausgeglichen soll er sein, anhänglich an seinen Menschen und zurückhaltend gegenüber Fremden. Gefordert wird ein gefestigter, selbstsicherer und leicht führiger Hund, der weder scheu noch aggressiv ist. Gebaut ist er beweglich und muskulös, etwas länger als hoch.

Ohne Nachsuche fehlt ihm das Wichtigste

Seine Brauchbarkeit muss laut Standard durch Leistungsprüfungen belegt sein, die Zweckbestimmung ist die erschwerte Nachsuche auf Schalenwild. Gemeint ist die Arbeit am langen Riemen auf der Wundfährte, oft Stunden nach dem Schuss und durch unwegsames Gelände. Fährtenarbeit oder Mantrailing können dieses Können erhalten, ersetzen die echte Aufgabe aber nur teilweise. Frag deshalb vor allem beim Zuchtverein, unter welchen Bedingungen er Welpen abgibt.

Rotes Haar, derbe Ballen

Das dichte, mäßig raue Haar braucht wenig: einmal wöchentlich bürsten, im Fellwechsel häufiger. Wichtiger sind nach jedem Einsatz Pfoten, Ohren und Haut. An den schweren Behängen und zwischen den Ballen verstecken sich nach Dornen und Geröll gern kleine Verletzungen.

Was Studien über ihn wissen

Eine Lebenserwartung lässt sich nicht seriös angeben: McMillan und Kollegen führen die Rasse in ihrer Auswertung zur Langlebigkeit, konnten sie aber nicht berechnen. Voges und Distl werteten 2009 die Ahnentafeln von 3231 Hunden der Geburtsjahrgänge 1992 bis 2004 aus. Der mittlere Inzuchtkoeffizient lag bei 4,5 %, die effektive Populationsgröße bei 72,7, und die zehn wichtigsten Ahnen stellten 54,4 % der Gene. Flegel und Kollegen beschrieben 2007 drei nicht verwandte Hunde im Alter von 18 bis 20 Monaten mit langsam fortschreitenden Kleinhirnstörungen; die Autoren nennen die Rasse dort Bavarian mountain dogs. Ektropium und Entropium sind laut Standard disqualifizierend.

Wer ihn führen sollte

Er gehört zu Menschen, die Nachsuchen tatsächlich leisten: Berufsjäger, Förster, Jägerinnen mit Revier oder Anschluss an eine Schweißhundestation. Wer einen ruhigen Begleiter ohne Jagd sucht, wird ihm nicht gerecht, auch wenn er im Haus gelassen wirkt. Wer ihn hält, sollte bereit sein, mitten in der Nacht aufzubrechen, wenn ein Anruf wegen einer Wundfährte kommt.

Bayerischer Gebirgsschweißhund als Wandbild im Stil Kohle-Sketch, Raum: altrosafarbenes Schlafzimmer

Ob ein so spezialisierter Jagdhund zu deinem Leben passt, prüfst du mit dem Rasse-Test; das Buch „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“ hilft beim Abwägen. Für die ersten Wochen gibt es das Welpen-Startpaket. Sein rotes Haar wirkt besonders auf einer Leinwand im Magazin-Stil, weitere Ideen findest du bei den Hundeportraits.

Weiterlesen

Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 217 Bayerischer Gebirgsschweißhund (fci.be, deutsche und englische Fassung vom 22.09.2017, gültiger Originalstandard vom 22.08.2017); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse aufgeführt, aber nicht ausgewertet); Voges S, Distl O, Inbreeding trends and pedigree analysis of Bavarian mountain hounds, Hanoverian hounds and Tyrolean hounds, Journal of Animal Breeding and Genetics 2009; Flegel T et al., Cerebellar cortical degeneration with selective granule cell loss in Bavarian mountain dogs, Journal of Small Animal Practice 2007.

Die Links zu unseren Büchern sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, unterstützt du uns ohne Mehrkosten für dich.

Das Print My Pet Team

Weiterlesen

Das könnte dich auch interessieren