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Paso Fino

Paso Fino, Fuchs mit langer, voller Mähne und gewölbtem Hals, Kopf und Hals vor einer grünen Weide

Im Classic Fino setzen die Hufe so schnell nacheinander auf, dass es wie ein Trommelwirbel klingt, während das Pferd kaum vorwärts kommt und der Reiter fast reglos im Sattel sitzt. Dieser Viertakt ist dem Paso Fino angeboren. Unter dem eleganten Auftritt steckt ein ausdauerndes Pferd mit viel Temperament.

Typ Gangpferd
Herkunft Lateinamerika (vor allem Puerto Rico und Kolumbien); Ursprungszuchtbuch heute bei der Paso Fino Horse Association in den USA
Zuchtverband in Deutschland Filialzuchtbuch beim Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar
Stockmaß laut PFHA 13 bis 15,2 Hand (ca. 132 bis 157 cm), am häufigsten 13,3 bis 14,2 Hand (ca. 140 bis 147 cm)
Farben alle Farben, mit oder ohne Abzeichen
Verwendung Freizeit- und Geländereiten, Gangpferdeprüfungen, Distanz, Westerndisziplinen

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte beginnt vor mehr als 500 Jahren, als spanische Eroberer Andalusier, Berber und weich gehende spanische Jennets, eine heute ausgestorbene Rasse, nach Amerika brachten. Die Kolonisten in der Karibik und in Lateinamerika züchteten daraus über Jahrhunderte verschiedene Criollo-Schläge, darunter den Paso Fino, zuerst vor allem in Puerto Rico und Kolumbien. Nach dem Zweiten Weltkrieg lernten US-Soldaten in Puerto Rico die Pferde kennen. Ab Mitte der 1940er Jahre wurden sie in die USA importiert, zwei Jahrzehnte später kamen viele aus Kolumbien dazu (PFHA).

Exterieur

Die PFHA beschreibt ein harmonisches, kraftvolles Pferd ohne übertriebene Bemuskelung. Die Größe liegt bei 13 bis 15,2 Hand, also etwa 132 bis 157 cm, typisch sind 13,3 bis 14,2 Hand, etwa 140 bis 147 cm. Das Gewicht wird mit 700 bis 1000 Pfund angegeben, rund 320 bis 450 kg, und ausgewachsen ist ein Paso Fino oft erst im fünften Jahr. Kennzeichen sind ein feiner Kopf mit großen Augen, ein gewölbter, hoch getragener Hals, ein kurzer, kräftiger Rücken und eine leicht abfallende Kruppe. Mähne und Schweif sollen so lang und voll sein, wie die Natur es hergibt; künstliche Verlängerungen sind nicht erlaubt.

Der Paso-Fino-Gang ist ein gleichmäßiger, lateraler Viertakt, bei dem jeder Huf einzeln und in exakt gleichen Abständen aufsetzt. Es gibt ihn in drei Tempi: Classic Fino mit voller Versammlung und sehr kurzen, schnellen Tritten, Paso Corto im mittleren Tempo und Paso Largo als schnellste Form. Die Kruppe soll sich dabei kaum heben und senken (PFHA, The Gaits).

Charakter (Interieur)

Das deutsche Zuchtprogramm verlangt ein freundliches Wesen, aufmerksame Reaktionsbereitschaft, nervenstarke Sensibilität und ausgeprägtes Brio: eifrige Bereitwilligkeit mit energischem Einsatz und ausdrucksvoller Präsentation. Die PFHA nennt den Paso Fino unter dem Sattel temperamentvoll und reaktionsschnell, am Boden vernünftig und sanft. Brio ist wunderbar, wenn du es lenken kannst. Für sehr unsichere Reiter kann es anfangs zu viel sein.

Haltung und Fütterung

Die Hufe beschreibt die PFHA als widerstandsfähig, viele Paso Finos gehen ohne Eisen. Ein Offenstall oder Paddock mit Artgenossen, viel Bewegung im Gelände und eine Fütterung auf Heubasis passen gut. Achte auf Gewicht und Weidezeit; ein im Freizeitbetrieb gehaltenes Pferd braucht meist wenig Kraftfutter.

Gesundheit

Zu rassetypischen Erbkrankheiten beim Paso Fino haben wir keine belastbaren veröffentlichten Daten gefunden. Bei Gangpferden ist ein gut passender Sattel besonders wichtig, weil sie viele Stunden im Gelände gehen. Lass vor dem Kauf eine gründliche Ankaufsuntersuchung machen und achte darauf, dass der Gang natürlich und taktklar ist und nicht durch Hilfsmittel erzwungen wird.

Für wen passt der Paso Fino?

Für Freizeit- und Wanderreiter, die lange Strecken bequem reiten möchten, und für Menschen mit Rücken- oder Knieproblemen, die nach Angaben der PFHA auf einem Paso Fino oft wieder reiten können. Auch Distanz- und Trailreiter haben an ihm Freude.

Für wen eher nicht?

Für Reiter, die klassische Dressur oder Springen anstreben, und für alle, die ein ruhiges Pferd ohne Temperament erwarten. In Deutschland ist die Rasse selten: Der Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar meldete für sein Zuchtbuch im März 2025 zwei Stuten.

Weiterführend: Was ein Pferd im Monat wirklich kostet, rechnest du mit unserem Pferdekosten-Rechner durch, und vor dem Kauf hilft dir die Checkliste zum Pferdekauf. Ideen für den Stallnamen findest du bei unseren Pferdenamen, und dein eigenes Pferd gibt es als Pferdeportrait vom eigenen Foto. Alle Rassen im Überblick: Pferderassen von A bis Z.

Häufige Fragen

Wie groß wird ein Paso Fino? Laut PFHA 13 bis 15,2 Hand, also etwa 132 bis 157 cm. Am häufigsten sind 13,3 bis 14,2 Hand, etwa 140 bis 147 cm.

Was sind die Gangarten des Paso Fino? Ein lateraler Viertakt in drei Tempi: Classic Fino, Paso Corto und Paso Largo. Dazu kommen Schritt und Galopp.

Woher kommt der Paso Fino? Von den Pferden der spanischen Eroberer, weitergezüchtet vor allem in Puerto Rico und Kolumbien.

Was bedeutet Brio beim Paso Fino? Eifrige Bereitwilligkeit, verbunden mit energischem Einsatz und ausdrucksvoller Präsentation.

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Quellen, abgerufen am 05.11.2026: Paso Fino Horse Association: Breed Standard; Paso Fino Horse Association: The Gaits; Paso Fino Horse Association: History; Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar: Zuchtprogramm Paso Fino (Stand Mai 2024).

Η ομάδα του Print My Pet

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