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Dürfen Pferde Würfelzucker fressen?

Weiße Zuckerwürfel in einer kleinen Schale

Gelb: mit Vorsicht

Für gesunde Pferde ab und zu ein paar Stück, für Stoffwechselpferde gar keinen. Die Pferdeernährungsexpertin Clair Thunes schreibt auf TheHorse.com: Drei oder vier Stück Würfelzucker lösen bei einem gesunden Pferd wahrscheinlich keinen nennenswerten Blutzuckeranstieg aus.

Warum die Ampel auf Gelb steht

Ein Würfel Zucker wiegt laut Thunes etwa 4 g und besteht komplett aus Haushaltszucker. Dieser Zucker löst sich schnell und geht schneller ins Blut als der Zucker und die Stärke im Heu, die langsamer freigesetzt werden. Für die meisten Pferde ist das bei ein paar Stück egal. Für manche nicht: Bei einem Pferd mit nicht eingestellter Insulinresistenz, mit PSSM (einer Muskelstoffwechselerkrankung) oder mit Hufrehe in der Vorgeschichte ist Würfelzucker laut Thunes kein Risiko, das sich lohnt. Das gilt auch für übergewichtige Pferde, vor allem mit dickem Mähnenkamm.

Zum Vergleich: Rund 6,1 g Zucker und Stärke stecken laut The Laminitis Site in 100 g Karotte. Eine Karotte von etwa 83,5 g entspricht damit ungefähr zwei Würfeln Zucker.

Worauf du achten solltest

  • Wenige Stück: Thunes hält drei oder vier Stück für ein gesundes Pferd für unproblematisch. Mehr braucht es für ein Lob ohnehin nicht.
  • Erst den Stoffwechsel kennen: Hat dein Pferd EMS, eine Insulinresistenz, PSSM oder hatte es schon einmal Hufrehe, lässt du Zucker ganz weg.
  • Auch Pfefferminzbonbons zählen: Drei runde Pfefferminzbonbons (etwa 15 g) enthalten laut Thunes 8 bis 10 g Zucker.
  • Selten statt täglich: Ein Leckerli wirkt als Belohnung, wenn es nicht zur Gewohnheit wird.

Was tun, wenn dein Pferd Würfelzucker gefressen hat?

Ein paar Stück sind bei einem gesunden Pferd kein Problem. Hat ein Pferd mit Insulinresistenz oder Hufrehe-Vorgeschichte Zucker bekommen, ruf in der Tierarztpraxis an und frag, worauf du achten sollst. Hat ein Pferd eine große Packung erwischt, gilt das genauso: Die rasche Aufnahme großer Mengen Zucker oder Stärke kann laut dem Schweizer Forschungsinstitut FiBL eine Futterrehe auslösen.

Bei Anzeichen einer Kolik oder Hufrehe sofort die Tierärztin, den Tierarzt oder den tierärztlichen Notdienst rufen.

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Quellen, abgerufen am 05.11.2026: TheHorse.com, Sugar and Peppermint Treats: Not Safe for All Horses (Clair Thunes, PhD); The Laminitis Site, Who said stop the carrots?; FiBL, bioaktuell.ch, Zucker im Raufutter: Gesundheitliche Risiken für Pferde und Esel (Manuela Helbing)

Das Print My Pet Team

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