Grün: unbedenklich
Ja, in kleinen Stücken und in Maßen. Penn State Extension zählt Rüben (Beets) zu den sicheren Gemüsen für Pferde. Auch die ASPCA führt Beta vulgaris, zu der die Rote Bete gehört, als ungiftig für Pferde.
Warum die Ampel auf Grün steht
Die Knolle ist für Pferde nicht giftig. Zwei Punkte solltest du trotzdem kennen. Erstens die Blätter: Große, ausgewachsene Blätter enthalten laut ASPCA Oxalsäure. Die Datenbank CliniTox der Universität Zürich nennt 8 bis 10 g lösliche Oxalsäure pro Kilogramm in den Blättern und teils viel Nitrat. Probleme beschreibt CliniTox vor allem bei Wiederkäuern, die große Mengen Rüben oder Rübenblätter einseitig fressen.
Zweitens der Zucker. Rüben sind zuckerreich: CliniTox nennt 16 Prozent in der Zuckerrübe und 10 Prozent in der Futterrübe. Für Rote Bete fehlt dort eine eigene Angabe. Für Pferde mit Equinem Metabolischem Syndrom (EMS) empfiehlt die irische Agrarbehörde Teagasc eine Ration mit höchstens 10 bis 12 Prozent Zucker und Stärke.
Und wie bei allen festen Leckerli zählt die Form. Die Schlundverstopfung ist laut Merck Veterinary Manual die mit Abstand häufigste Erkrankung der Speiseröhre beim Pferd.
Worauf du achten solltest
- In Stücke schneiden: Penn State rät, größere Leckerli zu zerkleinern, damit nichts im Schlund stecken bleibt.
- Blätter sparsam: Gib keine großen Mengen Rübenblätter, wegen Oxalsäure und Nitrat.
- Vorsicht bei EMS und Hufrehe: Zuckerreiche Leckerli sind für diese Pferde problematisch. Sprich die Menge mit deiner Tierärztin ab.
- Langsam einführen: Ein Pferd, das Rote Bete nicht kennt, bekommt erst ein, zwei Stücke.
- Keine eingelegte Rote Bete: Gläser mit Essig, Zucker und Gewürzen sind kein Pferdefutter.
Was tun, wenn dein Pferd Rote Bete gefressen hat?
Ein paar Stücke sind kein Problem. Wirkt dein Pferd danach matt oder zeigt Kolikzeichen, ruf an. Hat es eine ganze Knolle hinuntergeschlungen, achte auf Schlundverstopfung: Futterbrei aus den Nüstern, Speicheln, Husten und ein gestreckter Hals sind laut Merck typische Zeichen.
Bei Anzeichen einer Vergiftung, einer Schlundverstopfung oder einer Kolik sofort die Tierärztin, den Tierarzt oder den tierärztlichen Notdienst rufen.
Häufige Fragen
Dürfen Pferde Rote Bete roh fressen? Unsere Quellen unterscheiden nicht zwischen roh und gekocht. Wichtig ist, dass du sie in kleine Stücke schneidest.
Dürfen Pferde Rübenblätter fressen? Nur wenig. Große Blätter enthalten laut ASPCA und CliniTox Oxalsäure, teils auch viel Nitrat.
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Quellen, abgerufen am 05.11.2026: Penn State Extension, Trick or Treat? Things to Think About When Giving Your Horse a Treat (Danielle Smarsh, Andrea Kocher); ASPCA, Toxic and Non-toxic Plants: Beets; CliniTox, Universität Zürich, Pflanzengifte: Beta vulgaris; Teagasc, Endocrine and Metabolic Disorders (Equine Health); Merck Veterinary Manual, Disorders of the Esophagus in Horses (Jan F. Hawkins, DVM)
