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Sind Lilien für Katzen giftig?

Weiße Lilien mit orangefarbenen Pollen in einer Glasvase

Rot: giftig oder gefährlich

Ja, Lilien gehören zu den gefährlichsten Pflanzen für Katzen. Ein angeknabbertes Blatt, ein paar Pollenkörner im Fell oder ein Schluck aus der Blumenvase reichen, um die Nieren schwer zu schädigen. Das schreibt die US-Arzneimittelbehörde FDA.

Warum die Ampel auf Rot steht

Betroffen sind echte Lilien (Lilium) und Taglilien (Hemerocallis). Laut FDA ist die ganze Pflanze giftig: Stängel, Blätter, Blüten, Pollen und auch das Wasser in der Vase. Eine Katze kann so in weniger als drei Tagen ein tödliches Nierenversagen entwickeln. Welcher Stoff das auslöst, ist bis heute unbekannt, und er wirkt nur bei Katzen. Hunde bekommen laut FDA höchstens leichte Magenbeschwerden.

International Cat Care nennt Lilien extrem gefährlich: Weniger als ein Blatt kann tödlich sein. Auch als „pollenfrei“ verkaufte Lilien gelten dort als nicht sicher. Die toxikologische Datenbank CliniTox der Universität Zürich stuft Lilien für Katzen als sehr stark giftig ein.

Die FDA beschreibt den Verlauf so: In den ersten 0 bis 12 Stunden wirkt die Katze matt, speichelt, erbricht und frisst nicht. Nach etwa 12 bis 24 Stunden zeigen sich Nierenschäden, sie uriniert mehr und trocknet aus. Innerhalb von 24 bis 72 Stunden versagen die Nieren. Beginnt die Behandlung 18 Stunden oder später, ist der Schaden meist nicht mehr umkehrbar.

Worauf du achten solltest

  • Keine Lilien ins Haus: Die FDA rät, Lilien gar nicht erst in einen Katzenhaushalt zu holen. Das gilt auch für Blumensträuße als Geschenk.
  • Garten und Freigang: Pflanze keine Lilien, wenn deine Katze oder Nachbarkatzen draußen unterwegs sind.
  • Pollen im Fell: Streift die Katze an einer Blüte vorbei, leckt sie den Pollen beim Putzen ab.
  • Andere „Lilien“: Maiglöckchen kann laut FDA gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Calla und Einblatt reizen Maul und Rachen. Auch sie gehören nicht in Katzenreichweite.

Was tun, wenn deine Katze an Lilien war?

Warte nicht auf Anzeichen. Fahr sofort in die Tierarztpraxis oder zum Notdienst, auch wenn deine Katze völlig normal wirkt. Nimm laut FDA die Pflanze oder ein Foto davon mit, damit die Tierärztin die Art bestimmen kann. Je früher behandelt wird, desto besser sind die Aussichten.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort zur Tierärztin oder zum Tierarzt oder zum tierärztlichen Notdienst.

Bei Lilien gibt es keine sichere Menge. Ein katzensicheres Zuhause ist die einzige wirksame Vorbeugung.

Häufige Fragen

Ist schon Lilienpollen für Katzen giftig? Ja. Laut FDA kann bereits das Ablecken weniger Pollenkörner aus dem Fell ein tödliches Nierenversagen auslösen.

Sind Lilien auch für Hunde giftig? Hunde bekommen laut FDA nach Lilien höchstens leichte Magenbeschwerden, aber kein Nierenversagen. Für Katzen sind Lilien lebensgefährlich.

Wie schnell wirkt eine Lilienvergiftung bei Katzen? Erste Zeichen treten laut FDA nach 0 bis 12 Stunden auf, das Nierenversagen innerhalb von 24 bis 72 Stunden.

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Quellen, abgerufen am 05.11.2026: U.S. Food and Drug Administration, Lovely Lilies and Curious Cats: A Dangerous Combination; International Cat Care, Poisonous plants (geprüft vom Veterinary Poisons Information Service); ASPCA, Toxic and Non-toxic Plants: Lily; CliniTox, Universität Zürich, Pflanzengifte: Lilium sp.

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