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Mustang

Mustang, falbfarbenes Pferd mit wehender Mähne, Kopf und Hals vor einer Steppenlandschaft

Staub, Salbei, weite Ebenen in Nevada: Dort lebt der größte Teil der Mustangs. Für viele ist das Bild vom wilden Pferd ein Traum. Wer einen Mustang nach Deutschland holen möchte, sollte aber wissen, dass hinter dem Mythos ein großes Verwaltungsprogramm, überfüllte Auffanglager und sehr viel Ausbildungsarbeit stehen.

Typ frei lebendes, verwildertes Hauspferd; keine Zuchtrasse mit Standard
Herkunft Westen der USA, u. a. Nevada, Wyoming, Oregon, Utah, Kalifornien
Verwaltung Bureau of Land Management (BLM), Wild-Horse-and-Burro-Programm
Größe laut BLM meist 13 bis 15 Hand (umgerechnet etwa 132 bis 152 cm), etwa 320 bis 450 kg
Farben sehr vielfältig, von Braun und Schwarz bis zu Schecken und Palominos
Verwendung nach Ausbildung Freizeit- und Westernreiten, Arbeitspferd

Herkunft und Geschichte

Mustangs sind keine Urwildpferde. Laut BLM stammen die meisten von Pferden ab, die spanischen Entdeckern, Ranchern, Bergleuten, der US-Kavallerie und indigenen Völkern entlaufen sind oder freigelassen wurden. Seit dem Gesetz von 1971 (Wild Free-Roaming Horses and Burros Act) sind sie auf öffentlichem Land geschützt. Das BLM betreut sie heute in 175 Herdengebieten auf rund 25,6 Millionen Acres.

Exterieur

Einen Rassestandard gibt es nicht, jede Herde sieht etwas anders aus. Laut BLM messen die meisten Mustangs 13 bis 15 Hand, umgerechnet etwa 132 bis 152 cm, und wiegen 700 bis 1000 Pfund, also etwa 320 bis 450 kg. Die Farben reichen von Braun und Schwarz bis zu bunten Schecken und Palominos.

Charakter (Interieur)

Das BLM beschreibt Mustangs als trittsicher, stark, intelligent und ausdauernd; mit Freundlichkeit und Geduld lassen sie sich für viele Aufgaben ausbilden. Ein frisch eingefangener Mustang kennt Menschen aber nicht als Partner, sondern als Gefahr. Das BLM rät, ein noch nicht zahmes Pferd nicht auf eine große Weide zu lassen, weil man es dort für Training oder Tierarzt womöglich nicht mehr einfängt. Halfter, Hufe geben und Verladen muss es Schritt für Schritt lernen.

Haltung und Fütterung

Die Zahlen zeigen das Grundproblem. Am 1. März 2026 schätzte das BLM 61.523 Mustangs auf den Weideflächen, angestrebt sind für Pferde und Esel zusammen höchstens 25.592 Tiere. Weil Herden sich ohne natürliche Feinde etwa alle vier Jahre verdoppeln können, werden jedes Jahr Tausende eingefangen. Im Mai 2026 lebten 53.773 Mustangs in Auffanglagern und Langzeitweiden des BLM.

Adoptieren können nur Erwachsene, und das Tier muss in den USA bleiben, bis nach einem Jahr der Eigentumstitel übertragen wird. Für ein noch nicht zahmes Pferd ab zwei Jahren verlangt das BLM ein Gehege von mindestens 6 Fuß Höhe, also etwa 1,83 m (BLM). Ein Mustang in Deutschland braucht deshalb zuerst einen ausbruchsicheren Bereich, dann eine Herde, viel Bewegung und Heu statt üppiger Weide. Ein Pferd von kargen Steppenflächen kann auf fetten mitteleuropäischen Wiesen schnell zu dick werden.

Gesundheit

Belastbare Daten zu Erbkrankheiten von Mustangs haben wir nicht gefunden. Kläre vor der Übernahme, welche Impfungen, Entwurmungen sowie Huf- und Zahnbehandlungen dokumentiert sind. Bei einem Pferd, das sich noch nicht anfassen lässt, wird jede Behandlung aufwendig; such dir deshalb früh eine Tierarztpraxis und einen Hufschmied mit Erfahrung bei scheuen Pferden.

Für wen passt der Mustang?

Für erfahrene Pferdeleute mit Zeit, Geduld und einem sicheren Gelände, die Freude daran haben, ein Pferd von Grund auf zu gewinnen. Ein bereits gut ausgebildeter, menschenbezogener Mustang kann auch ein verlässliches Freizeitpferd sein.

Für wen eher nicht?

Für Reitanfänger, für Familien mit kleinen Kindern als erstes Pferd und für alle, die vom Abenteuer träumen, aber keinen Trainer und keine ausbruchsichere Haltung haben. Kaufe einen Mustang nie nur wegen der Geschichte, sondern wegen des Pferds, das vor dir steht.

Weiterführend: Was ein Pferd im Monat wirklich kostet, rechnest du mit unserem Pferdekosten-Rechner durch, und vor dem Kauf hilft dir die Checkliste zum Pferdekauf. Ideen für den Stallnamen findest du bei unseren Pferdenamen, und dein eigenes Pferd gibt es als Pferdeportrait vom eigenen Foto. Alle Rassen im Überblick: Pferderassen von A bis Z.

Häufige Fragen

Wie groß wird ein Mustang? Laut BLM messen die meisten 13 bis 15 Hand, umgerechnet etwa 132 bis 152 cm, bei 320 bis 450 kg.

Sind Mustangs echte Wildpferde? Nein. Sie stammen von entlaufenen oder freigelassenen Hauspferden ab, viele mit spanischen Vorfahren, und leben heute frei und verwildert.

Wie viele Mustangs gibt es? Das BLM schätzte am 1. März 2026 rund 61.500 Mustangs auf öffentlichem Land, dazu fast 54.000 in Auffanglagern.

Ist ein Mustang für Anfänger geeignet? Ein ungezähmter Mustang nicht. Er braucht erfahrene Menschen, eine sichere Haltung und viel Zeit für die Ausbildung.

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Quellen, abgerufen am 05.11.2026: Bureau of Land Management: About Wild Horses and Burros; Bureau of Land Management: Wild Horse and Burro Program Data; Bureau of Land Management: Adoption Requirements; Bureau of Land Management: Adoption and Purchase Frequently Asked Questions.

Das Print My Pet Team

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