Auf den Höfen Dänemarks und Schwedens kennt man ihn seit langer Zeit, seinen offiziellen Namen trägt er erst seit 1987. Der FCI-Standard beschreibt einen kleinen, kompakten Hund, der als Wachhund, Rattenfänger und Gesellschafter arbeitet, und vermerkt eine Eigenheit: Er gilt als Spätentwickler.
| FCI | Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Sektion 1.1 Pinscher, Standard Nr. 356, ohne Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Dänemark und Schweden |
| Größe (Widerrist) | Rüden 34 bis 37 cm, Hündinnen 32 bis 35 cm, Toleranz plus oder minus 2 cm |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz und glatt, am Körper hart |
| Farben laut Standard | überwiegend Weiß mit Abzeichen in Schwarz, Loh, Gelb, Braun und allen Falbtönen, auch am Kopf, mit oder ohne Lohabzeichen; Tüpfelung erlaubt, ganz weißer Kopf gilt als Fehler |
Ein Hofhund mit zwei Heimatländern
Seit 1987 ist er in Dänemark und Schweden unter seinem heutigen Namen anerkannt. Die FCI nahm ihn 2008 vorläufig auf und erkannte ihn am 29.04.2019 endgültig an. Eingeordnet ist er bei den Pinschern, neben dem Zwergpinscher und dem Deutschen Pinscher. Ebenfalls aus Schweden, aber in der Gruppe der Spitze, stammt der Schwedische Wallhund.
Kompakt gebaut und spät erwachsen
Der Körper ist etwas rechteckig, im Verhältnis 9 zu 10, die Brust reicht bis zur halben Widerristhöhe. Der dreieckige Kopf wirkt eher klein, die Ohren sind als Rosen- oder Knopfohr gefaltet. Die Rute darf lang oder von Natur aus kurz sein. Dass er spät fertig wird, solltest du im ersten Jahr bedenken: Geduld bei Ausdauer und Belastung zahlt sich aus.
Aufgeweckt und schnell auf Draht
Aufgeweckt, aufmerksam und lebhaft, so lautet die kurze Wesensbeschreibung. Im Alltag heißt das: Er bemerkt jedes Geräusch am Gartentor und meldet es gern. Als ehemaliger Rattenfänger hat er Beutetrieb, Mäuse und Katzen sind spannend. Mit freundlicher, konsequenter Erziehung lernt er schnell und hat Freude an gemeinsamen Aufgaben.
Was ihn zufrieden macht
Tägliche Runden mit Schnüffelzeit, dazu Tricks, Agility in kleinen Dosen oder Nasenarbeit. Das kurze, harte Haar braucht nur ab und zu die Bürste, Krallen und Zähne gehören zur normalen Kontrolle. Schlank halten lohnt sich, wie die Hüftzahlen unten zeigen.
Hüften, Harnsteine und Gewicht
Der Schwedische Kennel Club röntgte zwischen 2007 und 2016 die Hüften von 1.767 jungen Farmhunden. 21,6 Prozent hatten eine Hüftdysplasie vom Grad C oder schlechter, 4,6 Prozent die schweren Grade D und E (Engdahl et al. 2026). Bei dieser Rasse ging ein höheres Körpergewicht deutlich mit einem schlechteren Hüftbefund einher (Andersson et al. 2026). In norwegischen Tierkliniken wurde bei 5 von 570 vorgestellten Farmhunden ein Zystinstein gefunden, 0,87 Prozent; alle Zystinfälle der Studie waren unkastrierte Rüden (Naeverdal et al. 2023). Zur Lebenserwartung liegt keine belastbare Zahl vor.
Zu wem er passt und zu wem nicht
Ein guter Partner für Einsteiger und Familien, die einen kleinen, robusten Hund mit Witz suchen und gern draußen sind. Weniger glücklich wird er bei Menschen, die absolute Ruhe im Haus wünschen oder Kleintiere frei laufen lassen.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 356 Dänisch-Schwedischer Farmhund (fci.be, deutsche Fassung vom 06.05.2019, gültiger Standard publiziert 10.12.2018) und FCI-Rassenseite Nr. 356; Engdahl K et al., Prevalence of hip and elbow dysplasia in young adult dogs in Sweden, Veterinary Record 2026; Andersson L et al., Association between body weight and hip dysplasia screening results in young adult dogs of different breeds in Sweden, Scientific Reports 2026; Naeverdal TV et al., A retrospective study on epidemiology and management of canine cystine uroliths in one part of Norway from 2015 to 2020, Acta Veterinaria Scandinavica 2023; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse nicht ausgewertet).
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